Chinesische Kunden12 Min. LesezeitFakten geprüft am 1. November 2026

Chinesische Zielgruppe: Festlandchina oder Diaspora?

Es kommt weniger darauf an, wer Ihre Käufer sind, als darauf, wo sie sich befinden, wenn sie sich für Sie entscheiden.

Die kurze Antwort

Entscheiden Sie danach, wo sich Ihr Käufer befindet, wenn er Sie auswählt. Bedienen Sie Menschen in Ihrem eigenen Land, beginnen Sie mit den Chinesischsprachigen vor Ort. Entscheidet er aus China oder verkaufen Sie nach China, beginnen Sie auf dem Festland. Das Festland ist weit größer, bringt aber zusätzlichen Aufwand bei Zugang, Recht und Zahlung.

  1. Das OCAC in Taipeh schätzte Ende 2025 rund 51,06 Millionen Auslandschinesen, davon 68,5 % in Asien und 5,0 % in Europa. Destatis zählt in Deutschland 168.660 chinesische Staatsangehörige, Stand 31.12.2025.
  2. Chinas Netzwerkinformationszentrum CNNIC zählte Ende 2025 1,125 Milliarden Internetnutzer.
  3. Laut Pew-Datenblatt vom Mai 2025 sprechen 46 % der chinesischen Einwanderer in den USA gut Englisch, bei den in den USA Geborenen sind es 92 %.
  4. Chinas Statistikamt verzeichnete 2025 167,92 Millionen Auslandsreisen, davon 112,71 Millionen nach Hongkong, Macau und Taiwan.
  5. In einer Lowy-Umfrage von Ende 2022 wählten 56,5 % der chinesischstämmigen Befragten in Australien vereinfachtes Chinesisch als Antwortsprache.
Zusammenfassen mitChatGPTClaudePerplexity

„Die chinesische Zielgruppe“ klingt nach einem einzigen Publikum. Das ist sie nicht, und die Wahl zwischen Festland und Diaspora bestimmt Ihre Sprache, Ihre Plattformen und Ihr rechtliches Risiko.

Die deutschsprachigen Ratgeber, die wir gelesen haben, meinen mit chinesischen Kunden Käufer in China. Die IHK Pfalz rät, zuerst die Zielgruppe zu bestimmen,32 und onlinemarketing.de warnt davor, China als einheitlichen Markt zu sehen.33 Chinesen im Ausland, oft Auslandschinesen genannt, kommen in beiden Texten nicht vor. Verkaufen Sie vor Ort in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, können aber gerade sie Ihre Kunden sein.

Dieser Ratgeber hilft Ihnen zu entscheiden, wo Sie anfangen. Er gehört zu unserem Leitfaden, wie Sie chinesische Kunden finden.

Keine der gelesenen Quellen misst, welche Zielgruppe sich besser auszahlt. Die Antwort unten ist eine begründete Regel, kein Benchmark.

Zwischen wem entscheiden Sie eigentlich?

Es sind vier Gruppen, nicht zwei. Entscheidend ist, wo jemand ist, wenn er Sie findet und sich entscheidet, nicht woher seine Familie stammt.

GruppeWo sie entscheidetGrößenindikatorWie sie Sie erreicht
Käufer auf dem FestlandAuf dem Festland1,125 Milliarden Internetnutzer, Ende 2025 1Chinesische Suchmaschinen und Apps
Festlandbewohner, die im Ausland kaufenAuf dem Festland, vor der Abreise167,92 Millionen Auslandsreisen 2025 6Chinesische Apps, dann Ihre Website
Erste Generation und Studierende im AuslandIn Ihrem Land1.076.015 Studierende im Ausland 2023, laut UNESCO 7Gemischt, auf Chinesisch und lokal
Etablierte und spätere GenerationenIn Ihrem LandAmtliche Statistik, nächster AbschnittMeist wie jeder lokale Kunde

Die zweite Gruppe wird am leichtesten übersehen. Eine Familie, die einen Studienplatz in Deutschland oder eine Behandlung in Wien plant, lebt in China, sucht aus China und bezahlt etwas, das in Ihrem Land erbracht wird.

Lesen Sie die Reisezahl mit Vorsicht. Sie zählt Reisen, nicht Personen, und 112,71 Millionen dieser Reisen gingen nach Hongkong, Macau und Taiwan. Für alle anderen Ziele bleiben rund 55,2 Millionen.6

Wie groß ist die Diaspora in Ihrem Land?

Kleiner, als die Schlagzeilen vermuten lassen, oft sogar deutlich. Die veröffentlichten weltweiten Gesamtzahlen reichen von 51,06 Millionen, der OCAC-Schätzung einschließlich Nachkommen,2 bis zu mehr als 100 Millionen, einer Agenturangabe ohne Quelle.3 Keine davon ist eine Zählung.

Die Verteilung zählt mehr als die Summe. Das OCAC verortet 68,5 % in Asien, 20,6 % in Amerika und 5,0 % in Europa.2

Die höchsten Werte hat es für Indonesien, Thailand und Malaysia. Eine weltweite Gesamtzahl sagt einem Unternehmen aus Stuttgart, Linz oder Basel also wenig.

Für Europa schätzt das OCAC 2,58 Millionen und nennt im Überblick Frankreich, das Vereinigte Königreich und Italien.2 Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen dort nicht. Nehmen Sie deshalb die amtlichen Zahlen Ihres Landes:

LandQuelle und StichtagWertWas gezählt wird
DeutschlandDestatis, 31.12.2025 29168.660Staatsangehörigkeit China
DeutschlandDestatis, Stand 12.04.2021, zitiert von der SWP 34215.000, davon 164.000 mit eigener MigrationserfahrungChinesischer Migrationshintergrund, Privathaushalte
ÖsterreichStatistik Austria, 01.01.2026 3019.018, davon 10.203 in WienStaatsangehörigkeit China
SchweizBFS, nach Kanton und Staatsangehörigkeit 31Von uns nicht ausgewertet, in der BFS-Tabelle abrufbarStaatsangehörigkeit
FrankreichInsee, 2023 5116.000In China geborene Einwanderer
FrankreichOCAC, Ende 2025 2750.000Schätzung einschließlich Nachkommen

Frankreich zeigt, warum. Beide Zahlen können stimmen, denn sie messen Verschiedenes.

Die Gruppe, die Chinesisch liest, könnte irgendwo dazwischen liegen, und wir haben keine Statistik gefunden, die das klärt.

Auch die Werte für Deutschland und Österreich sind keine Größe der Diaspora. Sie erfassen die Staatsangehörigkeit, also weder Eingebürgerte noch Kinder mit deutschem oder österreichischem Pass. Die Tabellen von Destatis und Statistik Austria sagen zudem nicht, ob Hongkong oder Taiwan unter „China“ fallen.2930

Die Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) macht diese Lücke für Deutschland sichtbar. Sie unterscheidet huaqiao, chinesische Staatsbürger im Ausland, von huaren, chinastämmigen Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Von den 215.000 Menschen mit chinesischem Migrationshintergrund haben laut der Studie etwa 145.000 die chinesische Staatsbürgerschaft. Gesondert nennt sie rund 9.150 taiwanische Staatsangehörige und, nach DAAD-Daten, 44.490 Studierende aus China im Wintersemester 2019/20.34 Das sind ältere Werte. Verrechnen Sie sie nicht mit den Zahlen von 2025.

Unser Ratgeber, wie Sie Chinesen im Ausland erreichen, vergleicht nationale Zählungen aus mehreren Ländern.

Was ändert sich, wenn Ihr Käufer auf dem Festland sitzt?

Fast alles rund um die Seite. Ein Käufer im Ausland kann Ihre Website öffnen und Sie bezahlen wie jeder lokale Kunde. Ein Käufer auf dem Festland sitzt hinter anderen Netzen, Suchmaschinen, Regeln und Zahlungssystemen.

Käufer auf dem FestlandKäufer bereits im Ausland
Ihre WebsiteMuss über das chinesische Netz laden. Testen Sie das von dortLädt wie gewohnt
http://www.google.com scheiterte in den 90 Tagen bis Oktober 2026 in allen 10 GreatFire-Tests 10Verfügbar
SuchmaschinenBaidu 49,00 %, Bing 21,69 %, Oktober 2026, laut StatCounter 9. Siehe MarktanteileNicht gemessen (siehe unten)
DatenschutzrechtDie PIPL kann für Sie gelten, wenn Sie Menschen in China Leistungen anbieten 11Ihr eigenes Recht gilt, in Deutschland und Österreich also die DSGVO. Der PIPL-Text spricht von Menschen in China 11
WerberechtGilt für Werbung innerhalb Chinas 12Die Regeln Ihres Landes
ZahlungDevisenkontingent, dazu Wallets wie Alipay oder WeChat Pay 1315Meist Karte oder Überweisung wie üblich
SpracheVereinfachtes ChinesischVereinfacht, traditionell, Englisch oder Deutsch

Drei dieser Zeilen verdienen einen genaueren Blick.

Datenschutz. Chinas Datenschutzgesetz erfasst Verarbeitungen im Ausland, wenn sie dazu dienen, Menschen in China Produkte oder Dienstleistungen anzubieten.11 Für Anfrageformulare lesen Sie, ob die PIPL für Ihre Website gilt.

Zahlung. Privatpersonen auf dem Festland können pro Jahr Devisen im Wert von USD 50.000 allein mit ihrem Ausweis kaufen, ein Kontingent aus dem Jahr 2007.1327 Darüber hinaus brauchen Devisenkäufe für echte Leistungsbilanzgeschäfte Belege für den Verwendungszweck.27

Die Kanzlei AllBright nannte im September 2026 Studiengebühren und Behandlungskosten als Beispiele.28 Immobilien im Ausland, Wertpapiere, Lebensversicherungen und Versicherungen mit Rendite sind ausgeschlossen, laut einem Leitfaden einer SAFE-Zweigstelle von 2021 und einem seit 2017 verwendeten Formular.1427

Wallets. Der Zugang hängt von Ihrem Land und Ihrem Anbieter ab. Airwallex schreibt, über seinen Dienst könnten nur in Hongkong oder Singapur registrierte Unternehmen Zahlungen aus den Festland- und Hongkong-Versionen von WeChat annehmen.15

Mehr dazu unter Alipay und WeChat Pay akzeptieren.

Welche Zielgruppe passt zu Ihrem Geschäft?

Stellen Sie zwei Fragen: Wo entscheidet der Käufer, und wo liefern Sie? Die Tabelle ist unsere Schlussfolgerung aus den Unterschieden oben, kein Messergebnis.

Ihr GeschäftOrt der EntscheidungOrt der LeistungStartpunkt
Lokale Leistung: Klinik, Steuerberatung, Restaurant, NachhilfeIhr LandIhr LandChinesischsprachige in Ihrer Nähe
Große Entscheidung im Ausland: Studium, Immobilie, Behandlung, lange ReiseOft auf dem FestlandIhr LandSichtbarkeit auf dem Festland, dann Community vor Ort
Verkauf an chinesische UnternehmenAuf dem FestlandChina oder aus der FerneFestland
Konsumgüter mit Versand nach ChinaAuf dem FestlandChinaFestland, oft über eine grenzüberschreitende Plattform 16
Online-Dienst, offen für alleÜberallOnlineIhre eigenen Daten
Fig. 1Die Zielgruppe wählen
  1. Kommt der Kunde zu Ihnen?
  2. Ja, und er lebt bereits in Ihrem LandDiaspora vor Ort
  3. Ja, aber er entscheidet aus ChinaSichtbarkeit auf dem Festland
  4. Nein, Sie liefern nach ChinaFestlandchina
  5. UnbekanntEingegangene Anfragen prüfen

Bei der Größe liegt das Festland klar vorn. Dort nutzten Ende 2025 782,06 Millionen Menschen Suchmaschinen.1 Pew zählt dagegen rund 5 Millionen chinesischstämmige Amerikaner,4 und Destatis 168.660 chinesische Staatsangehörige in Deutschland.29

Bei der Reibung liegt die Diaspora vorn. Käufer vor Ort können Sie bereits erreichen, bezahlen und besuchen. Für einen ersten Test genügt deshalb eine chinesische Seite, ein Markteintritt ist dafür nicht nötig.

Wenn Sie das Festland aus dem Ausland angehen, lesen Sie, wie Sie verkaufen, ohne in China zu sein.

Reisende liegen dazwischen. In einer Dragon-Trail-Umfrage unter 1.015 Auslandsreisenden aus dem Frühjahr 2024 nutzten 52 % Xiaohongshu für Informationen zum Reiseziel.8 Entscheiden Sie danach, wen Sie vor der Abreise erreichen können.

Welche Plattformen nutzt die Diaspora wirklich?

Laut den besten Daten, die wir gefunden haben, nutzt sie WeChat weniger, als viele Ratgeber andeuten. Das Suchverhalten hat niemand gemessen. Die Diaspora sitzt nicht hinter der Great Firewall und kann chinesische und westliche Plattformen nebeneinander nutzen.

Ein Agenturratgeber nennt WeChat im Ausland „a key channel“,3 und ein Werbenetzwerk sagt, Neuankömmlinge verbrächten die meiste Zeit auf chinesischen Websites.19 Beides sind Verkaufsargumente mit alten Daten.

Die Lowy-Umfragen in Australien, die beste unabhängige Quelle, die wir gefunden haben, weisen in eine andere Richtung:17

  • YouTube: 58 % nutzen es mindestens täglich.
  • Facebook: 49 %.
  • WeChat: 47 %.

Das gilt für ein Land. Gehen Sie nicht davon aus, dass es auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz so ist.

Für Deutschland haben wir keine vergleichbaren Nutzungsdaten gefunden. Wenn Sie an Anzeigen in chinesischsprachigen Medien denken, beachten Sie eine Einschätzung der SWP-Studie von 2022: Die meisten dieser Medien in Deutschland hätten sich zu Sprachrohren der KPCh gewandelt.34 Das ist ein politisches Urteil, keine Reichweitenmessung, es kann aber für Ihre Marke und einen Teil Ihrer Leser eine Rolle spielen.

Die vollständige Tabelle, ihre Grenzen und die Nachrichtendaten stehen im Ratgeber, wie Sie Chinesen im Ausland erreichen.

Die Sprache variiert so stark wie die Plattformen. Laut Pew sprechen 46 % der chinesischen Einwanderer in den USA gut Englisch, bei den in den USA Geborenen sind es 92 %.4

In der Lowy-Umfrage antworteten 56,5 % auf vereinfachtem Chinesisch, 34,9 % auf Englisch und 8,6 % auf traditionellem Chinesisch.18

Deshalb passt ein einziger „Diaspora-Plan“ selten. Zur Schrift lesen Sie vereinfachtes oder traditionelles Chinesisch.

Wenn Hongkong oder Taiwan Ihr eigentliches Ziel ist, lesen Sie Chinesisch für Hongkong und Taiwan.

Kostenloser Check

Ist Ihre Website auf Baidu sichtbar?

Geben Sie Ihre Website ein. Wir prüfen Baidu, die Erreichbarkeit aus China und den Aufbau Ihrer Website und senden Ihnen den Bericht per E-Mail.

Kann die Diaspora das Festland ersetzen?

Nein. Sie kann eine nützliche erste Zielgruppe sein, aber sie ist kein Abbild des chinesischen Markts im Kleinen. Mark Tanner von der Beratung China Skinny nennt drei Gründe, ihr Feedback nicht als Test für das Festland zu werten:22

  • Der Geschmack verändert sich nach Jahren in einem neuen Land.
  • Die Herkunftsregionen passen womöglich nicht zu den chinesischen Regionen, auf die Sie zielen.
  • Die Kaufwege unterscheiden sich von denen auf dem Festland.

Dazu kommt ein praktischer Grund. Ein Erfolg bei Menschen im Ausland beweist nichts darüber, ob Ihre Website in China lädt, ob Baidu sie indexiert oder ob ein Käufer auf dem Festland Sie bezahlen kann.

Setzen Sie auch keine Verbundenheit mit China voraus. In Pews Umfrage unter chinesischstämmigen Amerikanern von Juli 2022 bis Januar 2023 sahen 41 % China positiv.23

Eine Botschaft, die auf das Herkunftsland setzt, kann einen Teil Ihrer Zielgruppe verfehlen. Die Wurzeln mancher Leser liegen in Hongkong, Taiwan oder Südostasien. Auch die SWP-Studie beschreibt Auslandschinesen als sozioökonomisch, kulturell und politisch vielfältig, von Gleichgültigen bis zu Dissidenten.34

Tanner sieht einen Nutzen in der Gegenrichtung: Erfolg bei Chinesen im Ausland kann auf dem Festland Glaubwürdigkeit bringen, wenn Sie ihn nicht übertreiben.22 Das ist die Sicht eines Praktikers, Daten nennt er dafür nicht.

Verdict

Behandeln Sie die Diaspora als eigenen Markt oder als Brücke. Werten Sie ihre Ergebnisse nicht als Prognose für China.

So prüfen Sie Ihren eigenen Fall

Ihre eigenen Unterlagen sagen Ihnen mehr als jeder Marktbericht. Die ersten vier Schritte kosten Sie nichts.

  1. Listen Sie Ihre letzten chinesischsprachigen Anfragen auf. Notieren Sie, wo die Person lebte, in welcher Sprache sie schrieb und wer bezahlte. Fragen Sie nach, raten Sie nicht.
  2. Prüfen Sie Ihre Search Console. Suchen Sie nach Suchanfragen in chinesischen Schriftzeichen, aufgeteilt nach Land. Sie zeigt nur Google, eine Zielgruppe auf dem Festland wird also zu niedrig ausgewiesen.
  3. Werten Sie Ihre Webanalyse mit Vorsicht aus. Google Analytics ist von China aus unzuverlässig. Ein niedriger Wert für das Festland beweist kein geringes Interesse.
  4. Holen Sie sich die amtlichen Daten Ihrer Region. Suchen Sie Angaben zur zu Hause gesprochenen Sprache in Ihrem Gebiet, nicht die nationale Summe. Wo sie fehlt, hilft die Staatsangehörigkeit: Statistik Austria weist sie je Bundesland aus,30 das BFS je Kanton.31
  5. Machen Sie einen kleinen lokalen Test. Veröffentlichen Sie eine nützliche chinesische Seite. Google Ads führt beide chinesischen Schriften für das Sprach-Targeting,24 und Sie können das mit Ihrem Standort kombinieren. Zählen Sie Anfragen, nicht Klicks.

Dieser Test sagt nur etwas über Käufer, die Google nutzen können. Über das Festland sagt er nichts, das braucht eine eigene Prüfung. Unser Ratgeber, wie chinesische Käufer suchen, erklärt, wo sie anfangen.

Was bleibt, wenn Sie mit einer Gruppe beginnen

Ein Teil der chinesischen Inhalte lässt sich weiterverwenden, die Arbeit am Zugang nimmt Ihnen das aber nicht ab. Wer mit der Diaspora beginnt, verschwendet keine Seiten auf vereinfachtem Chinesisch, macht seine Website damit aber auch nicht China-tauglich.

BausteinDiasporaFestland
Seiten auf vereinfachtem ChinesischNützlich, wenn Ihre Leser es verwendenNötig
Blickwinkel und Beispiele der SeiteFür Käufer vor Ort geschriebenFür Käufer in China neu schreiben
Sprach-Tags für Googlezh-Hans, oder regional zh-Hans-DE 25Allein nicht ausreichend
Hosting und LadezeitNicht nötigNötig
Blockierte Dienste ersetzenNicht nötigNötig
Baidu-Konto und Anmeldung der WebsiteNicht nötigNützlich, ohne Garantie auf Indexierung
Datenschutzerklärung und ZahlungIhre übliche EinrichtungBeides prüfen

Wenn Sie beide Gruppen bedienen wollen, legen Sie die Website-Struktur früh fest. Unser Ratgeber zu Unterordner, Subdomain oder eigener Website behandelt diese Wahl.

Steht die Zielgruppe fest, folgt die nächste Entscheidung: Baidu, WeChat oder Xiaohongshu: welcher Kanal zuerst?

Das Wichtigste in Kürze

Wenn Sie sich nur eines merken: Richten Sie sich nach dem Standort des Käufers, nicht nach seiner Herkunft. Lebt er bereits in Ihrer Nähe, beginnen Sie dort, denn eine chinesische Seite ist ein kleiner Einsatz.

Entscheidet er aus China, erreichen Sie ihn über die Diaspora nicht, so stark Ihre lokalen Ergebnisse auch aussehen.

Prüfen Sie zuerst Ihre eigenen Anfragen, und schätzen Sie jede lokale Zielgruppe anhand der amtlichen Daten.

So kann Index in China Sie unterstützen

Unser Arbeitsfeld sind chinesische Suchmaschinen, und deshalb passen wir zu den oben beschriebenen Fällen auf dem Festland. Wir übersetzen Ihre Website mit menschlicher Prüfung in vereinfachtes Chinesisch, kümmern uns dort um die Indexierung und schicken Ihnen monatlich einen Bericht über den chinesischen Traffic.

Wenn alle Ihre Käufer in Ihrer Nähe leben, ist lokales SEO auf Chinesisch vielleicht wichtiger, und das sagen wir Ihnen auch. Sehen Sie sich unser Angebot an oder buchen Sie ein 30-minütiges Gespräch.

30-Minuten-Gespräch buchen

Häufige Fragen

Gehören Hongkong und Taiwan zur Diaspora?

In der Zählung des OCAC nicht, denn sie erfasst Menschen chinesischer Herkunft außerhalb von Festlandchina, Taiwan, Hongkong und Macau.2 Behandeln Sie beide als eigene Märkte. In den StatCounter-Daten von Oktober 2026 dominiert dort Google die Suche,2021 und traditionelles Chinesisch ist die Norm. Ein Plan für das Festland lässt sich also nicht einfach übertragen.

Braucht die zweite Generation eine Website auf Chinesisch?

Zum Lesen meist nicht. Laut Pew sprechen 92 % der in den USA geborenen chinesischstämmigen Amerikaner gut Englisch.4 Für den deutschsprachigen Raum haben wir keine solche Zahl gefunden. Ihre bestehende Website und normales lokales SEO dürften diese Menschen also erreichen. Eine chinesische Fassung dient vor allem der ersten Generation oder Eltern und Großeltern, die mitentscheiden. Prüfen Sie, in welcher Sprache Ihre Anfragen tatsächlich eintreffen.

Kann ich diese Kunden über chinesische Nachnamen finden?

Verlassen Sie sich nicht darauf. Ein Nachname sagt nichts darüber, wo jemand lebt, welche Sprache er liest oder was er braucht. Sortieren Sie stattdessen nach Sprache und Standort, anhand der Angaben Ihrer Käufer und der Einstellungen der Werbeplattformen. Prüfen Sie das Diskriminierungs- und Datenschutzrecht Ihres Landes, bevor Sie eine Liste nach Herkunft aufbauen.

Erscheint eine Website für die Diaspora auch bei Baidu?

Nicht automatisch. Laut Chinafy kann eine außerhalb Chinas gehostete Website ohne ICP bei Baidu erscheinen,26 aber chinesischer Text garantiert keine Indexierung. Seiten für die Community vor Ort zielen außerdem auf andere Suchanfragen als die eines Käufers auf dem Festland. Behandeln Sie Baidu als eigene Aufgabe, und beginnen Sie mit der Frage, ob Baidu ausländische Websites indexiert.

Quellen

  1. CNNIC: 57. Statistischer Bericht zur Internetentwicklung (chinesisch)
  2. OCAC (Taipeh): Statistisches Jahrbuch der Auslandschinesen 2025 (chinesisch)
  3. Exporter Today / UMS: Marketing to Chinese consumers, 3 audiences (englisch)
  4. Pew Research Center: Chinese in the U.S. fact sheet (englisch)
  5. Insee Première Nr. 2009: 2023 lebt eine Million in Asien geborener Einwanderer in Frankreich (französisch)
  6. Turespaña: Bericht zum chinesischen Quellmarkt 2026 (spanisch), mit Daten des chinesischen Statistikamts
  7. WENR: China student mobility (englisch), mit Daten von UNESCO, IIE und der kanadischen Regierung
  8. TTG Asia: Xiaohongshu most consulted by Chinese travellers, Umfrage von Dragon Trail (englisch)
  9. StatCounter: Marktanteile der Suchmaschinen in China
  10. GreatFire: Testergebnisse für www.google.com
  11. Gesetz der VR China zum Schutz personenbezogener Informationen, PIPL, Artikel 3 (chinesisch)
  12. Werbegesetz der VR China, Artikel 2, 24 bis 26 und 46 (chinesisch)
  13. SAFE: Regeln für Devisengeschäfte von Privatpersonen und Jahreskontingent (englisch)
  14. Jiemian: Neues Formular für den Devisenkauf (chinesisch)
  15. Airwallex: WeChat Pay documentation (englisch)
  16. Rundschreiben zur Aufsicht über den grenzüberschreitenden E-Commerce-Einzelhandelsimport (chinesisch)
  17. Lowy Institute: Being Chinese in Australia, media use and news habits (englisch)
  18. Lowy Institute: Being Chinese in Australia, about and methodology (englisch)
  19. Eastward Media: Where do Chinese consumers spend their time online? (englisch)
  20. StatCounter: Marktanteile der Suchmaschinen in Hongkong
  21. StatCounter: Marktanteile der Suchmaschinen in Taiwan
  22. Mark Tanner auf interest.co.nz: Sydney to Shanghai, how the Chinese diaspora shapes market entry (englisch)
  23. Pew Research Center: Chinese Americans, a survey data snapshot (englisch)
  24. Google Ads Hilfe: Languages supported for ads language targeting (englisch)
  25. Google Search Central: Localized versions of your pages (englisch)
  26. Chinafy: Do you need an ICP license to rank on Baidu? (englisch)
  27. SAFE, Zweigstelle Xiamen: Hinweise zu Devisengeschäften von Privatpersonen (chinesisch)
  28. AllBright Law Offices: Umtausch und Transfer von Vermögen aus China (chinesisch)
  29. Statistisches Bundesamt (Destatis): Ausländische Bevölkerung 2018 bis 2025 nach ausgewählten Staatsangehörigkeiten
  30. Statistik Austria: Bevölkerung zu Jahresbeginn nach detaillierter Staatsangehörigkeit seit 01.01.2002
  31. Bundesamt für Statistik (BFS): Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Kanton, Anwesenheitsbewilligung, Geschlecht, Altersklasse und Staatsangehörigkeit, 2010-2025
  32. IHK Pfalz: Vertrieb und Marketing in China, klassisch und online
  33. onlinemarketing.de, Gastbeitrag von Katharina Niemann: Marketing in China, 6 Tipps für den erfolgreichen Einstieg
  34. Carsten Schäfer, SWP-Studie 2022/S 09: Chinas Diasporapolitik unter Xi Jinping, mit Daten von Destatis und DAAD
Termin buchen
30 Minuten

Finden Sie heraus, was eine Indexierung in China erfordern würde.

In einem 30-minütigen Gespräch sehen wir uns Ihre Website, Ihren Markt und den Aufwand für eine Indexierung an. Sie gehen mit einer klaren Antwort, ob wir zusammenarbeiten oder nicht.

30-Minuten-Gespräch buchen
  1. 01Termin buchen
  2. 02Wir sehen uns Ihre Website an
  3. 03Sie gehen mit einer klaren Antwort

30-Minuten-Gespräch buchen

30 Minuten zu Ihrer Website, Ihrem Markt und dem, was eine Indexierung erfordern würde.